Veloförderung ja sicher – aber doch nicht auf dem Trottoir

An der Kreuzung Birmensdorferstrasse/Zweierstrasse plante das Tiefbauamt einen separaten Velostreifen. Das ist lobenswert. Aber wenn man das macht, muss man es auch sinnvoll machen.

An der Kreuzung Birmensdorferstrasse/Zweierstrasse war geplant, einen neuen Velostreifen quer über ein viel begangenes Trottoir zu führen. Die Situation für die vielen Fussgängerinnen und Fussgänger, darunter auch sehr viele ältere Menschen (ein Pflegeheim befindet sich nur gerade 50 m neben dieser Kreuzung) hätte sich massiv verschlechtert. Konflikte zwischen Velofahrenden und FussgängerInnen werden damit geradezu provoziert.

Der VCS Zürich hat in einer Einsprache verlangt, dass der Velostreifen auf der Strasse angeordnet wird. Diese schlechte Planung war nun offenbar auch dem Stadtrat zu viel. Weil „die geplante Veloführung die bestehende Situation der Zufussgehenden nochmals massiv verschlechtern würde (...) hat der Stadtrat daher beschlossen, das Strassenbauprojekt ersatzlos zurückzuziehen.“

Es ist doch einigermassen erstaunlich, warum das Tiefbauamt aus den Diskussionen über Mischverkehr – z.B. Langstrassenunterführung – nicht mehr lernt. Und warum es immer Einsprachen braucht, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass solche Planungen keine Lösungen bringen. Wir hoffen, dass das Tiefbauamt doch noch eine Verbesserung für die Velofahrenden erarbeitet, die eben ohne Verschlechterung für die FussgängerInnen auskommt.